
Abhaken, ganz schnell abhaken und den Blick nach vorn. Das Spiel fing nicht gut an, aber wenn die TSG ihre Spielweise der ersten halben Stunde über die gesamte Spielzeit durchgezogen hätte, hätte es gegen den VfB Hüls möglicherweise sogar gereicht. Ganz so stark, wie Trainer Quante („Ey, Schröter! Bisse gefoult worden? Ich hab‘ nix gehört!) seine Truppe bei der Pressekonferenz gesehen hat, war sie nicht. Zu Beginn ging es hin und her, ohne daß eine der beiden Mannschaften schon so etwas wie eine Linie gefunden hätte. Der VfB kam in der 24. Minute zu einem Torschuß durch Marko Onucka, für den sich Patrick Knieps schon recht langmachen mußte, aber die TSG hatte mehr Chancen, an denen größtenteils Christopher Antwi-Adjej beteiligt war..
Erste Schlüsselszene war dann aber ein unglücklicher Zusammenprall zwischen Christopher und Berkant Canbulut in der 27. Minute (Bild 17), nach dem beide erstmal kurz liegenblieben, bei dem Berkant aber wohl Christophers Ellbogen an den Kopf bekommen hat.
Drei Minuten später zieht Christopher beim ersten konsequent durchgezogenen Angriff von der linken Seite nach innen und erzielt die 1:0 Führung.
Weitere drei Minuten später wird Berkant, der anscheinend den Zusammenprall nicht gut überstanden hatte, aus Sorge um seine Gesundheit ausgewechselt und zeigt seinen Frust über die Gesamtsituation mehr als deutlich.
In der 40. Minute pfeift Schiedsrichter Negri einen umstrittenen Elfmeter. Christian Kalina wird im Strafraum von Marko Onucka über den Haufen gerannt, kann den Ball zwar aus dem Strafraum befördern aber nicht weit genug aus der Gefahrenzone bringen. Beide kämpfen weiter um den Ball, Christian geht dabei erneut zu Boden, Onucka stolpert, fällt aber nicht und zieht weiter in Richtung Strafraum. Er fällt dann schließlich über das Bein von Felix Gremme, der zu spät kommt, um zur Ecke zu klären. Aus meiner Sicht war das ein Foulspiel aber noch außerhalb des Strafraums. Wer das ganz genau analysieren und weiter mit der Schiedsrichterentscheidung hadern möchte, kann sich das Video vom Portal Oberliga Westfalen in Verbindung mit meinem Bild oben ansehen. Die Szene kommt bei 2:47. Der Ball liegt sekundenlang an der Stelle, wo er auf dem Foto zu sehen ist — zwei Meter außerhalb des Sechzehners. Nachdem Onucka den Ball von dort weiterspielt, macht er noch genau einen Schritt, bevor er über das Bein von Felix Gremme in den Strafraum hinein fällt. Den Elfer verwandelt Der Kapitän des VfB sicher zum Ausgleich.
Nach dem Ausgleich nutzte der VfB die Schockstarre der TSG zur Führung. Ungehinderter Paß von Daniel Bertram auf Marc Schröter, guter Schuß ins rechte obere Eck und die TSG konnte über den Pausenpfiff erleichtert sein.
Nach der Pause konnte der VfB streckenweise spielen, wie er wollte und erzielte verdient zwei weitere Tore. Das Aufbäumen der TSG gegen Ende kam zu spät und brachte zu wenig. Der Kopfballtreffer von Vincenzo Porello war schön anzusehen, ändert aber nichts am verdienten Heimsieg des VfB Hüls.
Hoffnung für das kommende Auswärtsspiel in Lippstadt macht die die gute Leistung der TSG gegen die Regionalligamannschaft des VfL Bochum.